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Der Begriff Psycholyse bezeichnet den biochemisch induzierten Prozess der Auflockerung der seelischen Fassade und individualistisch-neurotischen Abgrenzung. Als gemeinschaftliches Ritual unter dem Einfluss bewusstseinsverändernder Substanzen begleitet sie die Menschheit seit ihren Ursprüngen und ist noch heute erhaltendes Instrument indigener Strukturen.

Auf der Suche nach seelische Heilung all jener psychischen Krankheiten, wie sie durch die zunehmende Vereinsamung und Isolation immer ausgeprägter in der westlichen Kultur in Erscheinung treten, hat die psycholytische Therapie versuchsweise seit ca. hundert Jahren Aufnahme in den Kanon psychotherapeutischer Verfahren gefunden. 
Nach dem Verkehrsverbot der in dieser Therapie verwendeten Substanzen durch das Betäubungsmittelgesetz wurde die Erforschung der Wirkungsweisen und Anwendungsbereiche im klinisch-wissenschaftlichen Bereich fortgeführt und wird insbesondere im Falle des Metamphetamins MDMA in absehbarer Zeit zur Zulassung als Medikament führen. Parallel fühlten sich viele Therapeuten angesichts des eigenen Wissens, bzw. eigener Erfahrung innerlich auch außerhalb des Forschungsbereiches verpflichtet, trotz rechtlicher Grauzone entsprechende Einzel- und Gruppenbegleitung weiterhin fortzuführen. So dürften allein im deutschsprachigen Raum in den letzten Jahrzehnten an jedem Wochenende mehr als eine Psycholytisches Seminar stattgefunden haben.
In dieser offenen Szene hat es natürlich eine noch größere Anzahl von selbsternannten Therapeuten gegeben, über deren Qualität am Ende nur ihr Teilnehmer Zeugnis abgeben können. In Abwesenheit einer gemeinschaftlich tragenden Struktur, einem kulturell integrierendem Setting und mangels Erfahrung in der Steuerung und Begleitung der extrem ängstigenden, weil Identität auflösenden Wirkung, geht mit dem heilenden Potential stets ein ebenso hohes Risiko der Traumatisierung und Retraumatisierung einher.
Auch aus therapeutischer Sicht scheinen daher gesetzliche Restriktionen hinsichtlich Eigenmedikation und hedonistischem Missbrauch sinnvoll zu sein. Die absolute Kriminalisierung entsprechend potenter Heilmittel scheint nun jedoch nach einigen Jahrzehnten wie früher schon die Prohibitionszeit ihrem Ende zuzulaufen.

Angesichts des deutlich sich wandelnden gesellschaftlichen Klimas, in dem derzeit überwiegend wohlwollende Artikel über Anwendungsfälle der psycholytischen Therapie berichtet werden, stellt sich für viele ärztliche und psychologische Psychotherapeuten die Frage, wie man sich dieser vielversprechenden Therapieform zuwenden kann, bzw. ab wann und wie man sich hierfür zusätzlich qualifizieren kann.

Die Serious Mind Akademie startet mit Beginn des kommenden Jahres (2020) mit einer dreijährigen Ausbildungsgruppe, mit der die Möglichkeit der Erforschung der besonderen Voraussetzungen, Bedingungen und Integrationen psycholytischer Erfahrung im Einsatzbereich der anerkannten Psychotherapieverfahren (VT, TP, PA) angeboten wird. Diese Ausbildungsgruppe wird im ersten Durchlauf auf 30 Teilnehmer beschränkt sein, die ein persönliches Aufnahmeverfahren durchlaufen. Eine frühzeitige Bewerbung wird daher empfohlen.

Speziell für potentielle Teilnehmer wurde ein eigener Newsletter eingerichtet. Nach Eintragung in diese Newsletterliste erhalten Sie 1.) Zugang zum Bewerbungsformular, 2.) regelmäßige Nachrichten 3.) Zugang zur geschlossenen Facebookgruppe.